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Marseille Métro-Guide

Marseille Métro-Guide

Marseille: CityPass (24, 48 or 72 hours) with public transport

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Wie benutze ich die Marseille-Métro?

Ein Einzelticket für 1,80 EUR oder eine Tageskarte für 5,20 EUR an jedem Stationsautomaten kaufen. M1 bedient Gare Saint-Charles–Vieux-Port–Noailles; M2 bedient Joliette–Notre-Dame du Mont–Prado. Letzter Betrieb Montag–Donnerstag ca. 21:30 Uhr.

Zwei Linien, eine Stadt

Marseilles Métro ist kompakt für eine Großstadt — nur zwei Linien, 25 Stationen und ca. 21 Kilometer Strecke — aber diese zwei Linien decken genau das Gebiet ab, das Besucher interessiert. Die M1 führt durch das historische Stadtzentrum von West nach Ost. Die M2 verläuft von Nord nach Süd und verbindet das Kreuzfahrtterminal und MuCEM mit dem Prado und darüber hinaus. Zusammen bilden sie ein funktionales Kreuz, das jede wichtige Touristenattraktion außer Notre-Dame de la Garde (bedient durch Bus, Taxi oder den Petit Train) erreicht.

Das System ist gummibereift (pneus), was es ungewöhnlich leise für eine Métro macht und den Wagen eine geschmeidigere, leicht gedämpfte Fahrt verleiht. Züge sind auf dem neueren Rollmaterial vollautomatisch, und die Beschilderung ist auf Französisch mit Linienkarten, die von jedem Bahnsteig aus sichtbar sind.

Die RTM (Régie des Transports Métropolitains) betreibt beide Linien als Teil eines einheitlichen Ticketsystems, das auch Straßenbahnen, Busse und die Vieux-Port-Hafen-Querfähre umfasst. Jedes RTM-Ticket gilt für alle Verkehrsmittel 1 Stunde 30 Minuten ab der ersten Validierung.

Ticketpreise und wo man kauft

TicketPreisWann verwenden
Einzelticket1,80 EUREine oder zwei Fahrten
10er-Heft15,20 EURAuf mehrere Tage verteilt
Pass 24h5,20 EUR3+ Fahrten an einem Tag
Pass 72h10,80 EUR3-tägiger Aufenthalt

Tickets werden an gelben Automaten an jedem Metrobahnhof verkauft — sie akzeptieren Münzen, Scheine und kontaktlose Bankkarten. Man kann auch Tickets in Tabak-Geschäften (Tabacs) mit RTM-Logo oder über die RTM-Smartphone-App auf eine Andante-Karte geladen kaufen.

Validierung: Das Ticket vor dem Durchgang am Validierungsgerät einstecken — es wird gelocht und zurückgegeben. Das Ticket für die Dauer der Fahrt aufbewahren; Kontrolleure steigen gelegentlich ein und prüfen. Geldbußen für Fahren ohne gültiges, validiertes Ticket sind erheblich.

Kostenlose Fahrt: Passagiere ab 65 Jahren und Kinder unter 11 Jahren fahren seit September 2025 auf allen RTM-Diensten kostenlos. Bei Kontrolle Ausweis zeigen.

Linie M1: der Touristen-Rückgrat

Richtung und wichtige Stationen:

Die M1 (blaue Linie auf Karten) verläuft von La Rose im Norden nach La Fourragère im Osten durch das Stadtzentrum.

Für Besucher ist der relevante Abschnitt:

Gare Saint-Charles → der Hauptbahnhof für TGV- und TER-Züge. Hier kommt man aus Paris, Aix-en-Provence, Cassis und Avignon an. Von hier bringt eine Station auf M1 den Vieux-Port in unter 4 Minuten. Der M1-Bahnsteig ist direkt unter der Bahnhofsebene — Schildern für Métro folgen.

Vieux-Port → die wichtigste Station für den Tourismus. Mündet direkt auf den Quai des Belges, das östliche Ende des Alten Hafens, wo jeden Morgen der Fischmarkt stattfindet. Das ist der zentrale Referenzpunkt der Stadt. Von hier: Le Panier ist 10 Minuten bergauf zu Fuß, MuCEM ist 15 Minuten zu Fuß und Notre-Dame de la Garde ist am besten mit Bus 60 von der nahen Haltestelle erreichbar.

Noailles → am Rand des städtischen Souk-ähnlichen Marktviertels, wo Rue Longue und Cours Belsunce nordafrikanische Lebensmittelgeschäfte, Bäckereien und Budgetrestaurants konzentrieren. Auch ein Umstiegspunkt mit M2. Taschendiebstahl-Risiko an dieser Station ist höher — besonders während belebter Marktzeiten wachsam sein.

Castellane → der Hauptumsteigeknotenpunkt für die südlichen Arrondissements und Ausgangspunkt des Busses 21 nach Luminy (Sugiton-Wanderweg-Eingang der Calanques). Auf dem Weg in die Calanques hier auf den Bus umsteigen.

Rond-Point du Prado → die primäre Haltestelle für die Prado-Strände. Von hier fährt Bus 83 entlang der Corniche weiter.

Linie M2: von Nord nach Süd

Die M2 (rote Linie) verläuft von Bougainville im Norden nach Sainte-Marguerite-Dromel im Süden. Für Touristen ist der zentrale Abschnitt wichtig.

Joliette → die Station am nächsten am MuCEM, Fort Saint-Jean, Kreuzfahrtterminal und dem Euroméditerranée-Geschäftsviertel. Bei Ankunft per Kreuzfahrtschiff am MPCT ist die nächste Métro-Station Joliette (oder Straßenbahn T2, die direkt von der Joliette-Uferpromenade fährt). Von der Station Joliette ist MuCEM ca. 10 Minuten Fußweg nach Westen entlang des Ufers.

Noailles → Umstiegspunkt mit M1 (siehe oben). Die Stationsstruktur hier ist eine zweigeschossige unterirdische Halle, die von beiden Linien geteilt wird.

Notre-Dame du Mont – Cours Julien → das Bohème-Viertel. Oberirdisch öffnet diese Station direkt auf den Cours Julien, umgeben von Bars, Plattenläden, Terrassencafés und dem Beginn des Straßenkunst-Weges. Hier konzentriert sich Marseilles Abendszene.

Betriebszeiten und Dienstmuster

Standardzeiten (Montag–Sonntag): Erste Abfahrten von Endstationen ca. 5:00 Uhr. Der Betrieb läuft kontinuierlich in 3–5-Minuten-Takt in Stoßzeiten.

Abendschließung (Montag–Donnerstag): Aufgrund des NEOMMA-Métro-Modernisierungsprojekts (Nachrüstung der Rollmaterialinfrastruktur) schließt die Métro an Werktagnächten früher — letzte Abfahrten von Endstationen ca. 21:30 Uhr. Das ist eine vorübergehende Maßnahme; aktuellen Fahrplan auf rtm.fr prüfen.

Freitag–Sonntag: Letzte Abfahrten ca. 0:30 Uhr.

Was nach Schließung der Métro passiert: RTM-Relay-Busse (Bus Relais) verkehren auf den M1- und M2-Korridoren von ca. 21:30 bis 0:30 Uhr, Montag bis Donnerstag. Das sind normale Busse, die der Métro-Route folgen und Standard-RTM-Tickets akzeptieren. In den Nächten Donnerstag bis Sonntag fahren Nachtbuslinien N1 und N2 vom Vieux-Port um 1:30, 2:30, 3:30 und 4:30 Uhr auf den Hauptstadtkorridoren.

Wer Montag bis Mittwoch spät ausgeht und in eine nicht zentrale Gegend zurückwill, lieber ein Taxi oder VTC einplanen als sich auf den Relay-Bus zu verlassen.

Stationseinrichtungen

Gare Saint-Charles (M1): Aufzüge, vollständige Barrierefreiheit, Gepäckaufbewahrungsanschlüsse, Ausgänge zum Hauptbahnhofsgebäude und zum Busbahnhof (Gare Routière) unter dem Bahnhof.

Vieux-Port (M1): Mehrere Ausgänge; der Hauptausgang öffnet auf den Quai des Belges. Ein anderer Ausgang verbindet zur Rue de Rome in Richtung Canebière. Aufzüge verfügbar.

Joliette (M2): Direkt verbunden mit der Straßenbahn T2. Aufzüge verfügbar. Breite Bahnsteige für Metro- und Straßenbahnpassagiere.

Notre-Dame du Mont – Cours Julien (M2): Stufen an einigen Ausgängen. Nicht alle Zugangspunkte haben Aufzüge — RTM-Barrierefreiheitsplaner prüfen, wenn das für die Gruppe wichtig ist.

Taschendiebstahl-Realität in der Métro

Taschendiebstahl in der Marseille-Métro ist ein reales Problem, konzentriert an ein paar spezifischen Punkten:

  • Station Noailles und M2 zwischen Noailles und Joliette — belebtester Abschnitt, meiste Ablenkungsmöglichkeiten
  • Station Gare Saint-Charles — viel Gepäckträger-Verkehr, Hauptziel für Ablenkungsdiebstahl
  • Überfüllte Stoßzeitenzüge — standardmäßiges städtisches Métro-Risiko

Die Taktiken sind dieselben wie in jeder Großstadt-Métro: jemand rempelt einen (oder erzeugt eine Ablenkung), ein Komplize nutzt die Gelegenheit. Gegenmaßnahmen: Tasche über die Brust statt auf dem Rücken, Telefon in der Vordertasche, auf jeden aufmerksam sein, der unnötig nah auf einem nicht überfüllten Bahnsteig steht.

Dieses Risiko sollte einen nicht davon abhalten, die Métro zu nutzen. Zehntausende Menschen fahren täglich damit ohne Zwischenfall. Es ist nur ein ehrliches Bild davon, wo häufiger Stadtdiebstahl vorkommt — dieselbe Realität, die man in Paris oder Rom ohne Kommentar akzeptieren würde.

Die Métro mit Gepäck nutzen

Bei Ankunft an der Gare Saint-Charles mit einer großen Tasche ist die M1-Métro zum Vieux-Port eine Station und unter 4 Minuten. Wenn das Hotel nahe dem Vieux-Port ist, ist das die logische Wahl gegenüber einem Taxi. Bei schwererem Gepäck haben die Bahnsteige Aufzüge an Saint-Charles, was die Verbindung beherrschbar macht.

Wenn das Hotel in einem Viertel liegt, das nicht direkt von M1 oder M2 bedient wird, Straßenbahn- oder Busoptionen in der RTM-App prüfen, bevor man standardmäßig ein Taxi nimmt — die Straßenbahn T2 nach Joliette hat beispielsweise mehr Platz für Gepäck als ein überfüllter Metro-Wagen.

Verbindung von der Métro zu anderen Verkehrsmitteln

Zur Vieux-Port-Fähre: Den Hauptausgang der Station Vieux-Port verlassen, zum Quai des Belges gehen. Die Fährlangestelle befindet sich am östlichen Kai-Ende. Die Fähre ist kostenlos.

Zu Fährdiensten nach Frioul/Château d’If: Station Vieux-Port verlassen, zum Quai du Port (Nordseite) gehen. Fährkiosk ist ausgeschildert.

Zur Calanques-Wanderung (Sugiton): M1 bis Castellane nehmen, dann Bus 21 bis Luminy-Endstation. Insgesamt ca. 35 Minuten von der Station Vieux-Port.

Zum Kreuzfahrtterminal: M2 bis Joliette oder Straßenbahn T2 bis Joliette nehmen. Ca. 10–15 Minuten nach Westen zum MPCT-Terminal zu Fuß, oder Taxi von der Station.

Zur Notre-Dame de la Garde: Von der Station Vieux-Port Bus 60 (Richtung Notre-Dame de la Garde) nehmen oder Taxi (ca. 10–15 EUR). Der Petit Train vom Vieux-Port ist die touristenfreundliche Option.

Tickets kaufen und validieren: Schritt für Schritt

Für Besucher, die mit dem RTM-System nicht vertraut sind, hier die vollständige Abfolge:

Kauf am Automaten:

  1. An jedem Metrobahnhofs-Eingang zum gelben Automaten gehen
  2. Sprache wählen (Englisch ist auf allen Automaten verfügbar)
  3. Ticket-Typ wählen — „1 Fahrt” (1,80 EUR) oder „Pass 24 Stunden” (5,20 EUR) für die meisten Touristennutzungen
  4. Münzen, Scheine (bis 50 EUR akzeptiert) einwerfen oder kontaktlose Bankkarte antippen
  5. Ticket aus dem Ausgabeschlitz entnehmen — für die gesamte Fahrt aufbewahren

Validierung am Drehkreuz:

  1. Am Bahnsteig-Eingangsschranken das Ticket in den Schlitz einstecken
  2. Das Gerät locht eine kleine Kerbe in das Ticket (Perforierung) und gibt es zurück
  3. Durch das Drehkreuz gehen
  4. Das Ticket in der Tasche behalten — Kontrolleure steigen ein und prüfen regelmäßig

In der Straßenbahn oder im Bus: RTM-Tickets werden bei der Straßenbahn (Geräte an der Straßenbahnhaltestelle, nicht im Fahrzeug) und in Bussen (Gerät an der Bustür) gleich validiert. Die 1h30-Gültigkeit mit mehreren Fahrten beginnt bei der ersten Validierung.

Bei einer Andante-Smartcard: Die Andante ist die NFC-Smartcard der RTM. Über die App oder an Automaten geladen ermöglicht sie Tap-and-go-Eingang statt physische Ticket-Einsteckung. Für Reisende, die 3+ Tage in Marseille verbringen, ist die Andante bequemer als Einzeltickets. Einen Pass 72h (10,80 EUR) an einem Automaten oder online laden.

Das NEOMMA-Projekt: was es für Touristen bedeutet

Das NEOMMA-Projekt (Nouvel Espace Opérationnel pour le Métro Modernisé et Automatisé) ist Marseilles Métro-Modernisierungsprogramm — das vorhandene Rollmaterial durch neuere, vollautomatische Züge zu ersetzen und die Stationsinfrastruktur zu modernisieren.

Die praktische Konsequenz für Besucher 2026 ist die frühere Montag–Donnerstag-Abendschließung auf M1 und M2 (letzte Abfahrten ca. 21:30 Uhr statt der historischen 0:30 Uhr). Das ist vorübergehend — wenn die Modernisierung abgeschlossen ist, sollen die vollen Betriebszeiten zurückkehren. Aktuellen Fahrplan auf rtm.fr oder in der RTM-App vor Planung jeder Spätabend-Reise prüfen.

Außerhalb dieses Abendfensters läuft die Métro normal. Stations-Schließungen für Arbeiten werden im Voraus auf rtm.fr und an betroffenen Stationen bekannt gegeben.

Die Métro als Navigationshilfe

Für Erstbesucher bietet das Métro-Netz eine nützliche mentale Karte von Marseille:

  • Gare Saint-Charles ist der Ankunftspunkt und immer die Referenz — wenn man sich verirrt, bringt die Métro einen in Minuten zurück zum Bahnhof
  • Vieux-Port ist das soziale Zentrum und touristische Ankerpunkt der Stadt — eine Station von Saint-Charles
  • Joliette markiert die nordwestliche Kulturzone (MuCEM, Euroméditerranée)
  • Noailles ist der Kreuzweg zwischen dem kommerziellen Stadtzentrum und dem Bohème-Süden
  • Notre-Dame du Mont markiert den Einstieg in Cours Julien und die Abend-Barszene
  • Rond-Point du Prado markiert den Beginn der Strand- und Corniche-Zone

Alles, was man sehen möchte, strahlt von diesen sechs Stationen aus. Sobald man einmal zwischen ihnen hin- und hergefahren ist, wird die Stadtgeographie intuitiv.

Für das vollständige Netzwerk-Bild einschließlich Straßenbahnen und Busse unseren vollständigen Guide zum Bewegen in Marseille. Für die Gesamtplanung des Besuchs den Marseille-Erstbesucherguide für die logische Abfolge der Sehenswürdigkeiten.

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