Les Baux-de-Provence und Saint-Rémy als Tagesausflug ab Marseille
From Marseille: Arles, Les Baux & Saint-Rémy full-day tour
Dauer: 8 hours
Lohnen sich Les Baux-de-Provence und Saint-Rémy als Tagesausflug ab Marseille?
Ja — eine natürliche Kombination, 30 Minuten voneinander entfernt. Les Baux hat eine der dramatischsten Burgruinen Frankreichs plus die Carrières des Lumières (Picasso & Frida Kahlo 2026). Saint-Rémy hat die Römerruinen von Glanum und die Nervenheilanstalt, in der Van Gogh die Sternennacht malte. 7 bis 8 Stunden einplanen.
Warum diese zwei Orte zusammengehören
Les Baux-de-Provence und Saint-Rémy-de-Provence liegen 10 Kilometer über den Alpilles-Kamm voneinander entfernt — der niedrigen Kalksteinformation, die ostwestlich zwischen Arles und den Luberon-Ausläufern verläuft. In ihrem Charakter sind sie unterschiedlich: Les Baux ist dramatisch und auf Felsen verfallen, Saint-Rémy ist ein lebendiger Marktort mit literarischer und künstlerischer Geschichte. Zusammen füllen sie einen Tag perfekt aus.
Beide liegen im Regionalnaturpark Alpilles, ca. 1h15 nordwestlich von Marseille mit dem Auto. Keines ist mit dem Zug aus Marseille erreichbar. Ein Auto oder eine geführte Tour ist erforderlich.
Anreise ab Marseille
Fahrzeit: Ca. 1h10 bis 1h20 über die A7 nordwärts Richtung Arles, dann östlich auf der D17 Richtung Saint-Rémy und Les Baux.
Route Option 1 (empfohlen): A7 nordwärts bis zur Arles-Kreuzung, dann D17 östlich durch Fontvieille nach Les Baux zuerst. Nach Les Baux weiter 10 km östlich nach Saint-Rémy.
Route Option 2: A51 nördlich Richtung Aix, dann westlich über Salon-de-Provence und D99 nach Saint-Rémy, anschließend westlich nach Les Baux. Etwas länger, aber vermeidet die A7.
Parken: Beide Ortschaften haben Parkplätze am Fuß — in die oberen Teile von Les Baux oder in viel von der Innenstadt Saint-Rémy kann man nicht fahren. Les Baux-Parken: ca. 5 EUR/Tag. Saint-Rémy hat mehrere kostenlose und kostenpflichtige Parkplätze entlang der Ring-Stadtstraße.
Les Baux-de-Provence
Die Felsburg
Les Baux liegt auf einem 245 Meter über der Alpilles-Ebene aufragenden Kalksteinkamm, der auf drei Seiten mit senkrechten Felswänden abfällt. Die mittelalterliche Burgruine (Château des Baux) auf dem Gipfel ist eine der eindrucksvollsten befestigten Anlagen Frankreichs — Mauern, die bis zum Abgrund reichen, Türme am Kamm stehend.
Was erhalten ist: Die Burgruinen sind zugänglich (Eintritt ca. 10 EUR für Erwachsene, Kombiticket-Optionen erhältlich), und die Aussichten sind außergewöhnlich — die flache Crau-Ebene im Süden, die Camargue-Sümpfe in der Ferne im Westen, der Alpilles-Kamm in östlicher Richtung. Die Burg umfasst einen kleinen Katapult-Nachbau und interaktive mittelalterliche Belagerungsmaschinen-Demonstrationen (beliebt bei Kindern).
Das Dorf darunter: Das Dorf Les Baux verläuft entlang des Kamms zwischen Parkplatz und Burg — eine einzige Hauptstraße aus Boutiquen, Restaurants und Galerien in Renaissance-Steingebäuden. Im Sommer stark auf Touristen ausgerichtet, aber die Architektur ist wirklich schön. Die Kirche aus dem 12. Jahrhundert und die in den Fels gehauenen Grabmäler sind beachtenswert.
Timing: Les Baux ist im Sommer (Juli–August) extrem voll. Bei der Eröffnung ankommen (9:00 Uhr) oder am späten Nachmittag (ab 16:00 Uhr), um die schlimmsten Reisegruppenstaus zu vermeiden.
Carrières des Lumières (die Prioritätsbuchung)
Die Carrières des Lumières ist ein aufgegebener Steinbruch 500 Meter vom Dorf entfernt, dessen weite Steinräume in eine immersive audiovisuelle Kunstinstallation umgewandelt wurden. Das 2026er Programm ist Picasso: l’art en mouvement (40 Minuten) gepaart mit einem kürzeren Programm zu Frida Kahlo: en plein cœur (14 Minuten), laufend vom 13. Februar 2026 bis Januar 2027.
Über 450 projizierte Bilder von Picassos Werken — Gemälde, Keramiken, Zeichnungen, Fotos — werden gleichzeitig auf Wände, Decke und Boden des Steinbruchs in monumentalem Maßstab projiziert, mit einer Musikpartitur. Das Erlebnis, in einer 14 Meter hohen Steinhalle zu stehen, die von 70 Jahren Kubismus umgeben ist, ist wirklich außergewöhnlich.
Praktisches (2026):
- Eintritt: 16,50 EUR für Erwachsene, 12,50 EUR für Kinder (7 bis 17 Jahre)
- Öffnungszeiten: April–Juni und September–Oktober 9:30–19:00 Uhr; Juli–August 9:00–19:30 Uhr; November–März 10:00–18:00 Uhr
- Dauer: ca. 1 Stunde für beide Programme
- Temperatur innen: ca. 14 bis 15°C das ganze Jahr — eine Jacke mitbringen, unabhängig von der Außentemperatur
- Online buchen auf carrieres-lumieres.com, besonders für Juli–August, wenn die Warteschlangen lang sein können
Das gehört zu den bemerkenswertesten Besuchserlebnissen in der Provence. Nicht auslassen.
Saint-Rémy-de-Provence
Die Stadt selbst
Saint-Rémy ist ein Marktort mit echtem Ganzjahresbetrieb — lebhafter als Les Baux, mit einem Mittwochmorgenmarkt (Place de la République), platanengesäumten Boulevards und dem Café-Platz, der diesen Namen verdient. Die Altstadt bildet einen kompakten Ring aus Gassen um die ehemaligen Stadtmauern, heute baumbestandene Alleen.
Was in der Stadt zu tun: Das Fußgängerzentrum (Rue Carnot, Rue de la Commune) hat gute Lebensmittelgeschäfte, einen ausgezeichneten Tagesmarkt und beschattete Cafés. Der Mittwochsmarkt ist der beste Grund, den Besuch zeitlich abzustimmen — lokale Bauern und Erzeuger breiten sich von 7:00 bis 13:00 Uhr entlang der Boulevards aus.
Provenzalische Spezialitäten: Saint-Rémy ist eines der Hauptzentren der Alpilles-Olivenöl-Appellation (Huile d’Olive de la Vallée des Baux-de-Provence AOC) — einige der feinsten Olivenöle Frankreichs. Mehrere Mühlen und Erzeuger verkaufen direkt aus der Stadt und der umliegenden Landschaft. Achten Sie auf das Label „AOC Vallée des Baux”.
Glanum: die römische und griechische Fundstätte
Zwei Kilometer südlich von Saint-Rémy auf der D5 liegt Glanum — eine archäologische Stätte mit griechischen, hellenistischen und römischen Ruinen aus der Zeit vom dritten Jahrhundert v. Chr. bis zum dritten Jahrhundert n. Chr. Die wichtigsten sichtbaren Denkmäler sind das Mausoleum der Julii (ein Grabdenkmal in außergewöhnlichem Zustand, 18 Meter hoch) und der Bogen von Glanum (ein Triumphbogen aus dem ersten Jahrhundert v. Chr.) — beide zusammen als „Les Antiques” bekannt und von der Straße aus sichtbar.
Die freigelegte Stadt hinter den Denkmälern umfasst Tempel, Forum, Bäder und Wohnbereiche. Eintritt zur Hauptfundstätte Glanum (nicht Les Antiques, die straßenseitig und immer sichtbar sind) ca. 7 EUR für Erwachsene.
Saint-Paul-de-Mausole: wo Van Gogh malte
Direkt gegenüber von Glanum liegt die Klinik Saint-Paul-de-Mausole — eine psychiatrische Einrichtung, die seit dem Mittelalter ununterbrochen betrieben wird und wo sich Vincent van Gogh im Mai 1889 freiwillig einliefern ließ und etwas mehr als ein Jahr blieb. In dieser Zeit schuf er über 150 Gemälde, darunter die Sternennacht (aus seinem Zimmerfenster in der Nacht gemalt).
Die ehemalige Klosterkirche, der Kreuzgang (wunderschön erhaltene Romanik) und eine Kopie von Van Goghs Zimmer können besichtigt werden. Ein Garten rund um das Gebäude enthält Reproduktionen der vor Ort entstandenen Gemälde. Die Einrichtung ist noch eine funktionierende psychiatrische Klinik; nur die historischen Bereiche sind zugänglich.
Eintritt: Ca. 5 EUR für Erwachsene. Täglich geöffnet (aktuelle Öffnungszeiten auf saint-paul-de-mausole.fr prüfen).
Wo man essen kann
In Les Baux: Die Dorfrestaurants bedienen meist Reisegruppenbusse zu entsprechenden Preisen. Für ein besseres Mittagessen fahren Sie 3 km nach Fontvieille (ein kleiner Ort südlich von Les Baux), wo normal bepreiste provenzalische Restaurants Einheimische und weniger Touristen bedienen.
In Saint-Rémy: Viel bessere Optionen. Die Mittwochmarktstände sind das günstigste Mittagessen der Gegend — Socca, Sandwiches, Käse und Aufschnitt. Die Cafés am Cours Mirabeau (benannt nach dem berühmten Boulevard von Aix — eine Koinzidenz) servieren ordentliche Tagesmenüs für 16 bis 22 EUR.
Ein praktischer Tagesplan
07:30 — Marseille verlassen (A7 nordwärts, D17 östlich).
08:50 — Ankunft in Les Baux (Parkplatz ab 8:30 Uhr im Sommer geöffnet). Zu den Carrières des Lumières gehen für die Eröffnung um 9:00 bis 9:30 Uhr. Picasso- und Frida-Kahlo-Programm (1 Stunde).
10:30 — Hinaufgehen zur Burg von Les Baux. Ruinen und Aussichten erkunden (1 Stunde).
12:00 — 10 km östlich nach Saint-Rémy fahren (25 Minuten).
12:30–14:00 — Mittagessen in Saint-Rémy (Markt wenn Mittwoch).
14:00–15:30 — Les Antiques und Glanum besuchen.
15:30–16:30 — Kreuzgang Saint-Paul-de-Mausole und Van-Gogh-Garten.
16:30–17:30 — Altstadtbummel in Saint-Rémy, Olivenölladen, Café.
18:00 — Rückfahrt nach Marseille (Ankunft ~19:15–19:30 Uhr).
Arles oder Avignon ergänzen
Les Baux und Saint-Rémy liegen in der Mitte zwischen Arles (30 Min. südwestlich) und Avignon (30 Min. nördlich). Beide können diesem Tag hinzugefügt werden, wenn Sie früher aufbrechen und einen langen Fahrtag akzeptieren. Die klassische geführte Tour ab Marseille umfasst typischerweise Arles, Les Baux und Saint-Rémy gemeinsam — das ist der beliebteste Eintages-Rundkurs in der Gegend. Lesen Sie unseren Arles-Tagesausflug-Reiseführer und Avignon-Tagesausflug-Reiseführer, um zu sehen, was jedes hinzufügt.
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